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Jahresrückblick Sportchef Unihockey

 

Unihockey 2011 – ein Rückblick aus der Sicht des Sportchefs

Begonnen hatte das Unihockey-Abenteuer am 6. Januar 2009. Drei Jahre Aufbauarbeit liegen nun hinter uns. Und wir können ein erstes Fazit ziehen: Die riesige Büez, die vielen vielen Stunden haben sich gelohnt! Der TV Bubendorf hat sich in der Unihockey-Szene einen (guten) Namen gemacht.
Wurden wir im ersten Jahr (mit den vielen Niederlagen) noch belächelt, ist dies einem anerkennenden Respekt gewichen. Wir haben aus dem Nichts eine Unihockey-Abteilung aufgebaut mit folgenden Kennzahlen:
* 98 Lizenzierte (davon 53 JuniorInnen)
* 8 Teams in der Meisterschaft 2011/12 (alle Kleinfeld): Herren1, Herren2, Damen, Junioren A, Junioren B, Junioren C (2 Teams), Junioren D; also in (fast) allen Junioren-Kategorien jeweils mind. ein Team.
* Das Team Grossfeld U14 spielt zum ersten Mal auf dem grossen Feld – und gewinnt gegen etablierte Nationalliga-Vereine!
* Zweitgrösster Unihockey-Verein der Nordwestschweiz: Nur Riehen (10 Teams) stellt mehr Teams in der Meisterschaft! Unihockey Leimental und UHC Basel United haben gleich viele Teams wie der TV Bubendorf, alle anderen Clubs haben weniger (z.B. Muttenz-Pratteln 5, Frenkendorf 6, Sissach 6, Nuglar 5, Reinach 6, Liestal 3, Kaiseraugst 7, Waldenburg 6)
* ein motiviertes Team von 10 TrainerInnen (im Nachwuchsbereich fast alle mit J+S-Ausbildung)
* drei Schiris, die für uns im Einsatz stehen
* 5 Spieler des TVBs sind in der Regionalauswahl Nordwestschweiz U15

Ganz zu Beginn habe ich für mich einen Plan aufgestellt: Wir brauchen bestimmt drei Jahre Aufbauarbeit, bis wir sowohl spielerisch als auch bezüglich der ganzen Organisation/Administration auf Augenhöhe mit anderen, etablierten Clubs sind.
Wenn ich als Trainer vor einer Schar junger Burschen hinstehe und ihnen sage, dass sie nun drei Jahre lang hart und geduldig arbeiten müssen, um im Unihockey das Level der anderen Teams zu erreichen, dann ist dies für Junioren und Trainer eine grosse Herausforderung: Haben wir alle die Ausdauer und den Willen, so lange zu „leiden“, um dann die Ernte einfahren zu können?
Die Bilanz ist ausserordentlich: Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen haben wir alle durchgehalten! Es war gewiss nicht immer einfach – und manch damaliger B-Junior hat meine Hartnäckigkeit und meine Strenge nicht immer verstanden -, aber nun sind wir bereit für höhere Aufgaben: Jetzt wollen wir nicht nur mitspielen, jetzt wollen wir vorne dabei sein!
Mit diesen Ansprüchen stiegen wir im September in die neue Saison. Und in den ersten Matches wurde klar, dass wir nicht ganz daneben liegen: Gleich vier Teams standen/stehen auf dem ersten Zwischenrang!
Herren1, die Damen, die Junioren C2 und die U14-Grossfeld haben mit tollen Leistungen brilliert und sorgten für einen grandiosen Auftakt. Auch die B- und D-Junioren sind „bei den Leuten“. Die C1-Junioren, das Herren2 und die Junioren A (hier vor allem schmales Kader) werden kleinere Ziele anstreben (müssen).

Völlig überraschend haben die U14-JuniorInnen auf dem Grossfeld erste Duftmarken hinterlassen: Mit 7:1 fegten wir Langenthal-Aarwangen (den grössten UH-Club der Schweiz) und gar mit 7:0 Unihockey Leimental vom Feld. In der zweiten Spielrunde holten wir einen 6:4-Sieg gegen Mittelland-Olten, ehe eine ärgerliche 2:4-Niederlage gegen Langenthal-Aarwangen unsere Euphorie bremste. Da uns beim zweiten Spieltag vier wichtige Spieler fehlten, weil sie beim Trainingszusammenzug der U15 engagiert waren, ist die Aussagekraft der Resultate eingeschränkt. Wir werden alles daran setzen, am dritten und letzten Spieltag (18. März 2012), mit zwei Erfolgen den ersten Rang zu verteidigen.
Mit einem einzigen Grossfeld-Training (am Dienstag vor den ersten Matches) sind wir in dieser Meisterschaft der einzige Landverein und der einzige Club, der keine Grossfeld-Teams hat. Doch unsere SpielerInnen (Jg. 1998 und jünger) haben mit diesen tollen Resultaten gezeigt, dass sie eine fundierte Basis-Ausbildung durchlaufen haben und somit auch im 5 gegen 5 absolut bestehen können.

Die Regionalauswahl Nordwestschweiz U15 (Spieler mit Jg. 97 und jünger) wurde im Frühling dieses Jahres ins Leben gerufen. Unsere Region ist bezüglich Unihockey ein weisser Fleck auf der Schweizerkarte. Mit diesem Team will man die Kräfte in der Region bündeln und die Region Basel im schweizerischen Finalturnier (Mai 2012) vertreten. In einem Selektionstraining im Juni 2011 massen sich über 60 Spieler. Rund die Hälfte schaffte die Aufnahme ins vorläufige Kader – darunter 5 Spieler des TVB.
Ende Oktober fand der zweite Trainingszusammenzug statt. Und noch immer sind alle 5 Bubendörfer dabei, obwohl in einem ersten Cut die Kaderliste verkleinert wurde:
Christoph Blank (Jg. 98), Nicolas Frey (97, Goalie), Joel Salathe (98), Simon Wahl (99) und Enea Tambini (98) vertreten in diesem Kreis von noch 3 Goalies und 23 Feldspielern die Farben des TVB. Zusammen mit Basel United stellt der TVB die grösste Delegation.

Während in diesem Jahr 15 SpielerInnen zu unserem Club wechselten, musste ich nur zwei Transfer-Formulare unterschreiben: Ein Mädchen mit Jg. 97 wechselte nach Kaiseraugst, weil wir kein Juniorinnen-Team mehr stellen konnten. Daneben spielt Yannick Müller aus beruflichen Gründen zur Zeit beim UHC Ascona, wird im Frühling jedoch wieder zurück kehren.
Auch diese Zahlen belegen, dass wir mit unserer aufstrebenden und dynamischen Unihockey-Abteilung gute Arbeit leisten und dass dies auch von aussen so wahrgenommen wird.

Es war ein hektisches Jahr mit vielen verschiedenen Projekten. Nicht alle konnten realisiert werden, wie zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem UHC Frenkendorf-Füllinsdorf. Wir wollten gemeinsam ein Juniorenteam Grossfeld U16 bilden. Beide Vereine waren der Ansicht, dass man mit ihren und unseren Ressourcen ein kompetitives Team in die Meisterschaft schicken kann. Dies wäre unter UHC FF gestartet, Training in der Gitterlihalle in Liestal. Leider scheiterte das Vorhaben, weil Frenkendorf einige vorgesehene Spieler in die U18 abstellen musste und so auf ihrer Seite zu wenige Spieler bereit standen.

Ein anderes Projekt betraf den TV Hölstein. Dieser spielte knapp 10 Jahre mit einem Herrenteam in der Meisterschaft, zuletzt gar in der 3. Liga. Da die Spielerdecke immer dünner wurde, kam vom TVH die Anfrage bezüglich Fusion oder engere Zusammenarbeit. Weil solche Spielvereinigungen im Unihockeyverband nicht möglich sind, blieb den Hölsteinern nur noch der Wechsel zum TVB. Seit April sind nun vier ehemalige Spieler des TV Hölstein beim TVB und sorgen mit ihrer hohen Spielkultur dafür, dass der TVB bei den Herren mit dem Aufstieg in die 4. Liga liebäugeln kann.

Eine weitere „Baustelle“ ist die ganze Trainingssituation mit unseren Teams. Weil die Sporthalle und die Mehrzweckhalle bereits völlig ausgelastet sind, ist eine Verbesserung der Situation nur mit einem Ausweichen in Hallen der Umgebung möglich.
Seit August trainieren sowohl die Herren1, Herren2 als auch die B/C-Junioren in der neuen Halle in Reigoldswil. Wir nehmen dafür viel Geld in die Hand, dies ist es uns jedoch Wert. Die Junioren fahren mit dem Bus nach Reigoldswil, bei den Aktiven ist der Transport kein Problem.
Es ist einfach schade, ja traurig, dass wir – als wohl der älteste und traditionsreichste Verein von Bubendorf – im Dorf keine Möglichkeit haben, uns zu entwickeln und zu entfalten. Da planen und bauen wir demnächst eine Mehrzweckhalle für 10 Millionen Franken – ob es für die Unihockeyabteilung eine Verbesserung geben wird, muss sich noch weisen. Insbesondere ist die Austragung von Matches und Turnieren am Wochenende genau so wichtig wie die Trainings unter der Woche.
Wir vom Unihockey tragen unsere „Heimspiele“ in Hölstein aus, weil die Sporthalle Sappeten mit einem Badmintonkurs belegt ist. Wir weichen nach Frenkendorf und nach Oberdorf aus, weil der Volleyballclub in der Sappetenhalle Matches spielt. Und wir verzichten gar auf Heimspiele, weil die Halle an den erforderlichen Terminen bereits belegt ist.
Dies ist einfach nicht in Ordnung und unsere Junioren können dies kaum verstehen, dass sie ihre Fortschritte nicht vor heimischem Publikum zeigen können.
Seit über 20 Jahren bin ich als Vertreter des Turnvereins bei den Sitzungen dabei, in denen es um die Zuteilung der Trainingsplätze geht. Mit dem Bau der Sporthalle Sappeten 1990 wurde die Trainingssituation für die Sportvereine verbessert. Mit der neuen Halle kamen dann auch neue Sportarten hinzu: Der TVB mit der Volleyballabteilung, dann Badminton, aber auch Geräteturnen, Korbball und anderes. Heute sind wir wieder so weit, dass wir eigentlich eine weitere Halle bräuchten…
Mit der neuen Mehrzweckhalle werden in erster Linie die Bedürfnisse der kulturellen Vereine verbessert. Zudem ist ein eingeschränkter Trainingsbetrieb möglich.
Ob wir an den Wochenenden für die Austragung von Matches wieder/noch immer in andere Dörfer ausweichen müssen?

Kommen wir noch einmal zu den erfreulichen Dingen: Dem Rückblick auf die Resultate in der Meisterschaft. Darin kann man erkennen, dass die Bubendörfer in der Saison 2010/2011 die spielerischen Fortschritte auch bezüglich Rangierung in der Meisterschaft umsetzen konnten. Es gab zwar keinen Podestplatz, aber sämtliche Teams erreichten einen soliden Mittelfeldplatz.
Juniorinnen A (Jg. 93 und jünger)
6. Rang / 6 Siege, 2 Unentschieden, 10 Niederlagen
Herren
4. Rang / 11 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen
Junioren B
5. Rang / 8 Siege, 1 Unentschieden, 9 Niederlagen
Junioren C
4. Rang / 13 Siege, 5 Niederlagen
Junioren D
6. Rang / 7 Siege, 1 Unentschieden, 10 Niederlagen

Mit einer sehr guten Bilanz (sportlich und finanziell) schlossen wir das 2. Unihockeyturnier vom 9. bis 11. September ab. 56 Teams (6 weniger als im Vorjahr) nahmen an unserem Turnier teil. Mit dem am gleichen Wochenende stattfindenden LA-Gruppenwettkampf, dem Pfüdirennen und den Läufen um den Schnellsten im Tal bot der Turnverein eine geballte Ladung von sportlichen Wettkämpfen und forderte von seinen HelferInnen einen Grosseinsatz.
Die Liste der Topscorer. Es ist immer schwierig, die Leistungen der SpielerInnen zu vergleichen oder messen. Ein Verteidiger leistet genau so wichtige Arbeit wie ein Stürmer. Die Zahl der erzielten Treffer und des letzten Passes (Assist) kann man jedoch genau erfassen, diejenige der verhinderten Tore nicht. Deshalb ist die Topscorerliste nur ein unvollständiges Zeugnis der Teamleistung.
Junioren D
Simon Wahl 44 Pkte. 23 Tore 21 Assists
Patric Donatsch 42 38 4
Yannick Kilcher 20 18 2
Junioren C
Christoph Blank 60 Pkte. 39 Tore 21 Assists
Elia Freyvogel 35 29 6
Enea Tambini 33 19 14
Junioren B
Joel Frey 46 Pkte. 35 Tore 11 Assists
Adrian Rudin 28 20 8
Enea Tambini 23 11 12
Juniorinnen A
Gabriela Blank 23 Pkte. 16 Tore 7 Assists
Rebecca Jutzi 16 10 6
Daniela Rudin 16 8 8
Herren
Pascal Wälchli 48 Pkte. 31 Tore 17 Assists
Pascal Violetti 30 22 8
Pascal Erne 22 12 10

Ein neue Werbebande konnten wir anbringen: Neu wirbt die Zurich Versicherung auf einem Bandenelement.

Die Zusammenarbeit mit den Burning Fighters Ziefen läuft auf kleiner Flamme weiter. Leider ist kein Ziefner Spieler mehr bei den A- oder B-Junioren dabei. Ganz toll, dass der Ziefner Spieler Josua Buser unsere ältesten Junioren trainiert. Leider wird er jedoch nach dieser Saison sein Engagement beenden. Ein besonnener, geduldiger und flotter Trainer hört auf – schade, dass die Jungs nicht mehr von seiner grossen Erfahrung profitieren dürfen.

Folgende Schiris waren in der Saison 2010/11 im Einsatz:
Pascal Violetti und Christian Häusler
Nach dem Wechsel von Christian aufs Grossfeld konnten wir auf die Saison 2011/12 hin Andrea Rudin (Spielerin Damen) und Claudio Tambini (Spielervater) zu einem Engagement als Schiedsrichter motivieren.
Besten Dank ans Schiri-Team für die Übernahme dieser wichtigen Aufgabe.

Während die B-Junioren im Verlaufe des Winters ein neues Dress (gesponsert von Elektro Degen, Bubendorf – besten Dank!) einweihen konnten, ging es bei den Damen ein wenig länger, bis sie sich auf ein Modell/eine Farbe einigen konnten: Unsere Damen machen inzwischen in einem grünen Dress auf sich aufmerksam.

Im Sport-Weekend in Huttwil Ende August holten sich die Teams die Grundlagen für die Meisterschaft. Neben Trainings und Trainingsspielen stand auch die Pflege der Kameradschaft im Vordergrund. Abstriche gab es einzig beim Essen – wer Fisch nicht mochte, der musste hungrig nach Hause am Sonntag Mittag/Abend…

Zur Zeit gelten folgende Trainingszeiten:

Dienstag, Sporthalle Sappeten
17.30-19.00 Uhr Junioren D 1/3-Halle 19 Spieler, 1 Spielerin (Roland Wahl; Assistentinnen: Samira Marti und Laura Imhof)
17.30-19.00 Uhr Junioren C 2/3-Halle 22 SpielerInnen (Christian Häusler, Pascal Violetti)
19.00-20.30 Uhr Junioren A/B 2/3-Halle 10 Spieler (Josua Buser, Christian Häusler)
19.00-20.30 Uhr Damen 2/3-Halle 16 Spielerinnen (Simone Blank; Co-Trainerin Jasmin Manduca)
19.00-20.30 Uhr Herren 1/3-Halle 12 Spieler (Pascal Wälchli)

Freitag
Reigoldswil, neue Halle
18.00-19.45 Uhr Junioren B/C 15 Spieler (Christian Häusler, Pascal Violetti)
20.00-21.45 Uhr Herren2 12 Spieler (Pascal Altermatt, Marcel Balogh)
Reigoldswil, alte Halle
20.15-22.00 Uhr Herren1 10 Spieler (Pascal Wälchli)

Zudem trainieren die Damen zusätzlich ausserhalb der Hallen.

Ausblick: Zwar hat die Saison erst grad begonnen, im Hintergrund läuft jedoch bereits die Planung für die Meisterschaft 2012/13. Da es noch viele offene Fragen gibt, wird dieses Kapitel – entgegen meinem Stil – sehr kurz. Das Wichtigste: Unihockey wird auch im kommenden Jahr gespielt – und wie!

Zum Schluss geht ein grosser Dank an alle, die sich in der und für die Unihockey-Abteilung engagieren:
* Christoph Herzog, Präsident TVB und die anderen Vorstandsmitglieder
* Sandra Grieder, TK-Chefin und die anderen TK-Mitglieder
* die Gemeinde, die uns die Hallen für Trainings und Matches zur Verfügung stellt
* Hauswart Karl Grieder
* unsere Schiedsrichter-Crew
* alle LeiterInnen, die zur Zeit im Einsatz stehen (Namenliste siehe oben) und auch an all jene, die ihr Engagement beendet haben
* die vielen „helfenden Hände im Hintergrund“, ohne die eine Meisterschaftsteilnahme nicht möglich wäre (FahrerInnen an die Matches, Hilfe im Hockeybeizli…)
* alle Sponsoren, die uns in irgend einer Form unterstützen und damit ihre Wertschätzung ausdrücken

Roland Wahl
Sportchef Unihockey